Hattersheimer Folk & Blues Festival

Samstag, 20. August 2022, ab 18:00 Uhr
Kooperationsveranstaltung Kulturforum Hattersheim und Folkclub Hattersheim e. V.
"Hattersheimer Folk & Blues Festival"

Alter Posthof Hattersheim, Sarceller Straße 1

Karten- und Sitzplatzreservierungen sind im KulturCenter Am Markt möglich.

Gemeinsam präsentieren wir mit dem Folkclub Hattersheim e. V. das Hattersheimer Folk & Blues Festival. Zu diesem musikalischen Highlight laden wir recht herzlich ein.

Die Bands des Abends sind:

Michael van Merwyk & The Jookbox Zoo

„The Songster & The Musicianeers: American Music - Euro Style“

Ein Songster ist sowas wie ein Vorgänger des Bluesman, mit einem wichtigen Unterschied: er spielt nicht nur den Blues,  sondern alles, was er will - und genau das tut Michael van Merwyk seit er mit 15 Jahren zur Gitarre griff. Songs & Stories über das Auf und Ab im Leben, gemischt mit Songs von David Bowie, Judas Priest, Depeche Mode, traditionelle Folk-Songs aus vergangenen Jahrhunderten: MvM übersetzt alles lässig aus dem Handgelenk in seinen eigenen musikalischen Dialekt.
Die „Musicianeers“ Micha Maass und Klaas Wendling bilden mit dem „Songster“ MvM zusammen den Jukebox Zoo: ein groovendes Akustik-Trio, das sich jenseits aller Genregrenzen bewegt und den gemeinsamen Spaß an der Musik in jede  Umgebung bringt, egal ob kleiner Bluesclub, große Festival-Bühne oder wilde Party.

Der 2m-Hüne Michael van Merwyk hat sein Handwerk in der Hausband eines der berüchtigsten Blues-Clubs in Deutschland,
dem ROADHOUSE in Rheda-Wiedenbrück gelernt. Gemeinsam mit Musiker-Legenden wie Jimmy Rogers, Larry Garner oder  Jimmy Johnson wurde gejammt und gefeiert. Den bereits mehrfach ausgezeichneten Musiker kürten 2016 Jury und Publikum bei der „German Blues Awards“ zum besten Blues-Sänger und besten Blues-Gitarristen Deutschlands. 

Als Klaas Wendling vor rund zehn Jahren vom Schlagzeug zum Kontrabass wechselte, war dies alles andere als ein Abschied vom Beat: Wer ihn die tiefen Saiten anschlagen und slappen hört, meint außer dem Bass auch ein Drumset vor sich zu haben. Trotz seines Erfolgs als Bassist von THE BASEBALLS („die erfolgreichste deutsche Band im Ausland“, Echo 2010 & 2011, über 1 Million verkaufte Alben) liegen die eigentlichen Wurzeln seines Sounds im frühen Chicago. 

Micha Maass, 2013 und 2017 mit dem German Blues Award als Bester Schlagzeuger ausgezeichnet, zählt heute nicht nur zu  den angesehensten Blues und Boogie-Drummern hierzulande, sondern ist auch ein geschätzter Impresario der europäischen Blues und Boogie Szene. Er ist Musiker, Produzent, Kurator, Impresario, Netzwerker, Erfinder und leidenschaftlicher Schlagzeuglehrer.

Trio „Bölter“

„Ehrliche, handgemachte Musik“

Wenn Philip Bölter (Gesang, Gitarren und Mundharmonika), Heiko Peter (Schlagzeug) und Steffen Knauss (Bass) die Bühne betreten, erkennt man sofort deren Lebensfreude und Spaß am gemeinsamen Musizieren. Mit ihrer Musik schaffen sie einen Raum, in dem jeder die Zeit anhalten, seine Seele spüren und er selbst sein kann. Das ist das Tolle an Musik,
die weder am Computer noch im Kopf entsteht, sondern aus dem Bauch heraus kommt.

Musikalisch anzusiedeln sind die drei Jungs im Blues-Rock, Folk und Pop. Wer gerne Neil Young, Stoppok, Udo Lindenberg oder Annen-MayKantereit hört, der ist bei „bölter.“ gut aufgehoben. „bölter.“ sind Macher. Sie nutzten den
Lockdown um an einem neuen Album zu arbeiten, das sie im Frühjahr zusammen mit Sven „Samson“ Geiger in den Neckarklangwerken aufgenommen haben.

Kannte man Bölter bisher nur auf Englisch, erklingt das Trio jetzt auf Deutsch. Die originellen Texte widmen sich kritisch den aktuellen Themen, wie der Digitalisierung oder dem Klimawandel ohne dabei zu ernst zu wirken. Zwar ist das Leben kein Zuckerschlecken, doch darf die Freude nicht zu kurz kommen. So behält sich die Band auf sympathische Weise ein 
charmantes Zwinkern in vielen ihrer Songs.

Frontmann Philip Bölter ist nicht nur Namensgeber sondern auch Kopf der Band. Weit über 1.000 Konzerte hat er in seiner
Karriere bereits gespielt, über 10 Alben herausgebracht. Er ist Preisträger des „Robert Johnson Guitar Awards“ und  präsentierte sich im TV einem Millionenpublikum. Im Vorprogramm von u.a. „Ryan Sheridan“, „Tom Walker“, „Tito & Tarantula“ oder „Django3000“ sorgte er für Aufsehen. Tatkräftig unterstützt wird Philip von Heiko Peter am Schlagzeug und Steffen Knauss am Bass. Beides Musiker, die mit den unterschiedlichsten Bands bereits vom hohen Norden bis in den tiefsten Süden der Republik unterwegs waren.

Foto: Maik Reishaus
Latvian Blues Band

„Blues aus dem Baltikum!“

Mit der Latvian Blues Band gastiert bei uns bereits zum zweiten Mal eine Blues- und R & B-Band aus Lettland. Und was für eine: Kenner, die die Herren aus Riga schon mal live erlebt haben, sind voll des Lobes. „Das Beste, was ich seit langem auf diesem Sektor gehört habe“, schrieb ein Kritiker, und er bezog das gleich auf ganz Europa. Da muss was dran sein: Jedenfalls haben so ziemlich alle Bluesmusiker, die durch das Baltikum tourten, die LBB als Begleitband engagiert, darunter Duke Robillard, Carey Bell, John Primer und Lazy Lester. Sogar Joe Cocker trat mit ihnen auf.

Seit 1997 gibt es die Latvian Blues Band (LBB) aus Riga/Lettland. Hat man dort den Blues? Auf jeden Fall. Sie begannen eins als Quartett und sind mittlerweile in ihrer Heimat echte Megastars und füllen die großen Hallen. Sie spielten auf allen großen Bluesfestivals, u.a. auf Einladung von Buddy Guy beim großen Chicago Blues Festival. Durch ganz Europa sind sie getourt, vom Baltikum und Skandinavien bis ans Mittelmeer, und auch durch die USA und Kanada.

Die Band ist besonders „live“ ein Erlebnis. Ihr jazzig-funkiger Blues genießt inzwischen auch bei uns in Deutschland einen exzellenten Ruf. Das renommierte Fachmagazin Soul Food Journal attestiert: „Wer diese Jungs je live erlebt hat, schwört Stein und Bein, dass der Mississippi in die Ostsee mündet!“ Ihre Spielfreude überträgt sich unweigerlich auf die Zuhörer. Gestochen scharfe Bläsersätze, eine groovende Rhytmusgruppe und last not least Frontmann Janis „Bux“ Bukovskis
(Gitarre und Gesang) versprechen ein Blues und R&B-Entertainment der Spitzenklasse.

Bei ihrem ersten Konzert bei unserem Festival 2018 gab es „standing ovations“ und die Festivalbesucher haben die Band  erst nach vielen Zugaben von der Bühne entlassen, mit einem seeligen Lächeln im Gesicht. Wer die Band 2018 nicht gesehen hat, sollte sich das Wiederholungskonzert nicht entgehen lassen. 

Und wer damals dabei war, ist sowieso wieder im Posthof.

Foto: Martins Plume